Philosophie und Arbeitsweise

Was ist, darf sein. Was sein darf, verändert sich.

Werner Bock

Gestalttherapie ist ihrem Wesen nach konsequent antiautoritär -

einer der Gründe, weswegen ich sie so liebe. Sie betrachtet  Klient(in) und Therapeutin als gleichberechtigte Partner, die auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Dabei ist der Klient Experte für sich selbst und seine persönliche Situation, während ich als Therapeutin meine Beobachtungen aus einer Außenperspektive beisteuere und mein Wissen als Expertin für Veränderungsprozesse einbringe.

Die Gestalttherapie stellt bewusst keine Diagnosen. Ein Verständnis davon, was "das Problem" ist, und welche Richtung ein stimmiger Lösungsweg nimmt, entwickeln wir im gemeinsamen Dialog. Daher spricht man in der Gestalttherapie auch nicht von "Behandlung", sondern von gemeinsamer Arbeit. Diese orientiert sich konsequent

an Ihrem Auftrag und Veränderungswunsch.

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Grundsätzlich basiert die gestalttherapeutische Arbeitsweise auf der Erfahrung dass "Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, was er nicht ist", wie der Gestalttherapeut Arnold Beisser es einmal ausgedrückt hat. Das bedeutet, dass persönliche Veränderung in der Regel damit beginnt, sich auf sich selbst und besonders auf das gegenwärtige Sein und Empfinden einzulassen. Denn oft sperren wir uns gegen unsere innere Realität und wollen lieber anders sein und uns anders fühlen als es gerade der Fall ist. Oder wir werten bestimmte Aspekte von uns ab, versuchen sie loszuwerden oder "wegzumachen". Genau dieses Kämpfen ist es aber oft, was die innere Blockade aufrechterhält.

 

Daher wird in der Gestalttherapie viel damit gearbeitet, "hinzuspüren", sich auf das einzulassen, was im Moment wahrnehmbar ist, ohne es zu bewerten oder zu beurteilen. Auf dem Weg des genauen Spürens und Wahrnehmens der eigenen inneren Realität lösen sich oft schon die ersten Blockaden. Es entsteht Klarheit über das, was man eigentlich braucht, und es entwickeln sich nachhaltige innere Veränderungsprozesse. Fritz Perls, einer der Begründer der Gestalttherapie hat es einmal folgendermaßen formuliert:

"Änderungen finden von selbst statt. Wenn man tief in sich hineingeht, in das, was man ist, wenn man annimmt, was da vorhanden ist, dann ereignet sich der Wandel von selbst. Das ist das Paradoxe des Wandels. (...) In dem Augenblick, in dem man mit sich selbst in Berührung kommt, beginnt das Wachstum." Dass dies zutrifft, habe ich in unzähligen Momenten erlebt. Werner Bock, einer meiner wichtigsten Lehrer, hat dies im folgenden Satz zusammengefasst: "Was ist, darf sein. Was sein darf, verändert sich."

 

Dabei ist die gemeinsame Arbeit nicht immer ernst und existenziell, oft ist sie auch humorvoll und leicht. Sie ist gekennzeichnet durch die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, den Blick auf Stärken und Ressourcen, den Respekt vor dem Gewordensein beim gleichzeitigen Glauben an die Fähigkeit zu Weiterentwicklung und Wachstum, und die Prägung durch Kreativität, Humor und Lebendigkeit. Neben der Gestalttherapie fließen in meine Arbeit Elemente aus dem NLP, der Hypnotherapie, der systemischen Therapie und der Verhaltenstherapie ein.

 

Organisatorisches